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zuletzt aktualisiert am 5.8.2014: Erklärung                                      grundrisse abonnieren grundrisse per RSS 2.0 grundrisse auch auf

 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde und Freundinnen der grundrisse

Wir haben uns entschlossen, die grundrisse mit Ende 2014 einzustellen. Es erscheinen also noch zwei Ausgaben, die Nr. 51 und die Nr. 52. Im letzten Heft wird es ausführliche Reflexionen über die Entwicklung unserer Zeitschrift und Gründe für die Einstellung aus den unterschiedlichen Perspektiven geben. Wir laden auch alle, die sich mit unserem Projekt verbunden fühlen ein, sich dazu zu Wort zu melden. Der grundrisse Kreis wird sich jedoch keineswegs auflösen.

Wir planen erstmals monatliche Jour fixe. Jeden zweiten Montag im Monat erfolgt ein derartiges Treffen ab 19 Uhr im Amerlinghaus. Wir werden einen Blog einrichten, auf dem wir Thema und eventuelle ReferentInnen bekannt geben. Die bisherige Webseite www.grundrisse.net bleibt selbstverständlich bestehen. Ebenso planen wir die Wiederaufnahme unserer Sommerseminare, die wir nun schon seit längerer Zeit nicht mehr organisierten. Auch dazu wird es Informationen auf dem Blog geben. Wir danken allen AutorInnen, UnterstützerInnen, Interessierten und AbonnentInnen für das bisherige Interesse.

Mit solidarischen Grüßen, Eure grundrisse-Redaktion,

Wien, im August 2014

PS: Selbstverständlich findet ihr auf dieser Seite so wie immer alle bisher veröffentlichten Artikel und Buchbesprechungen.

Veranstaltung über Ukraine - Podcasts

 

Call for papers grundrisse 51: Rot ist das neue Grün?  

 

 

grundrisse 50

John Holloway: „Das Kapital“ lesen: der erste Satz

Oder Das Kapital beginnt mit dem Reichtum, nicht mit der Ware

Antispeziesistische Aktion Tübingen: Vegan-Hype: Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive

Stefan Bollinger: Weltkrieg, "Urkatastrophe" und linke Scheidewege

Jannik Eder: Schuld ohne Sühne

Karl Reitter: Nichts geht mehr
Zum Propagandadebakel der Mainstream Medien im Falle der Ukraine

Ewgeniy Kasakow: „Tendenz zeigt Tendenz“ 
Eine Replik auf die Kritik von Roman Danyluk und Stefan Junker

Roman Danyluk: Die Befreiung der Arbeit
Räte und Selbstverwaltung - Eine kritisch-historische Betrachtung

Paul Pop: „Lob des Kommunismus 2.0“: Eine Kritik

      

   

 

 

 

 

Karl Reitter, Von der 68er Bewegung zum Pyrrhussieg des Neoliberalismus

Sozialphilosophische Aufsätze zu 1968, Fordismus, Postfordismus und zum bedingungslosen Grundeinkommen

Der Autor bilanziert mit diesem Sammelband die gesellschaftliche und ökonomische.Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Ausgehend von einer Analyse der 68er Bewegung sowie der kritischen Rezeption des Begriffs der gesellschaftlichen Synthesis bei Sohn-Rethel mündet das Buch in einem engagierten Plädoyer für das Projekt des bedingungslosen Grundeinkommens, dessen Relevanz sich vor allem aus seinem Charakter als Übergangsforderung ergebe. Im Zentrum des Buches steht Analyse der Transformationen vom Fordismus zum Neoliberalismus, wobei die Entwicklung der Profitrate als das Treibende der geschichtlichen Entwicklung ausgewiesen wird. Durch Bezugnahme auf organisatorische, lebensweltliche und kulturelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie der Rekurs auf die Debatte um mögliche emanzipatorische Aspekte der gegenwärtigen Epoche werden ökonomistische Engführungen vermieden und erneut die analytische Kraft Marxscher Kategorien belegt. Die Beiträge sind in sich abgeschlossen, ergeben jedoch in der Zusammenschau ein komplexeres Bild, als es aus den einzelnen Aufsätzen hervorgeht.

Wiener Verlag

ISBN: 9783944690209, Preis: 29,90 Euro, 124 Seiten

 

   

BIRKNER, Martin: Lob des Kommunismus 2.0

Angesichts der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus besteht kein Mangel an differenzierten Analysen jener Entwicklungen, die dazu geführt haben. Nach Alternativen zum Krisenkapitalismus gefragt, werden jedoch nur allzu oft Rezepte aus der politischen Garküche des 20. Jahrhunderts präsentiert. Gegen diese meist am Staat orientierten Scheinalternativen präsentiert Martin Birkner eine Strategie, die vielen auf den ersten Blick als mindestens ebenso antiquiert erscheint: Den Kommunismus. In der Tradition des italienischen (Post)-Operaismus wird dabei jedoch ein Kommunismus präsentiert, der sich weder über Parteien noch in positivem Bezug auf den Staat realisieren lässt, sondern nur durch die Selbstorganisation der Multitude als »Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt« (Marx) Wirklichkeit werden kann. 
Im Zentrum des Essays stehen dabei bereits heute gegebenen Formen post-kapitalistischer Vergesellschaftung. Der Stand der Produktivkraft der menschlichen Arbeit wie auch das Ausmaß ihrer Vergesellschaftung ermöglicht bereits im Hier und Jetzt eine Gesellschaftsordnung jenseits von Unterdrückung und Ausbeutung. Ein anderer Kommunismus ist also möglich - und obendrein auch realer als so manche vermeintlich realistische Reform innerhalb der Grenzen des Kapitalismus, welche angesichts der fundamentalen Krise der repräsentativen Demokratie meist lediglich lebensverlängernde Maßnahmen für ein ausbeuterisches System darstellen.

 

 

Robert Foltin: Herbst 1918

Sex, Gewalt und politische Diskussionen:

Jakob möchte Revolutionär werden und findet vorerst keine Gleichgesinnten. Erst nach seiner Desertion aus der Armee schließt er sich einer revolutionären Gruppe an und gerät im Wien der letzten Tage der Österreich-Ungarischen Monarchie in politische Diskussionen und Demonstrationen, muss sich aber auch mit konterrevolutionärer Gewalt und seiner Männlichkeit auseinandersetzen.

ebook zum Download: Herbst 1918, ein Anfang

pdf zum Download: Herbst 1918, ein Anfang 

Bestellungen an die Email: edition.grundrisse@gmx.net

 

REITTER, Karl: Bedingungsloses Grundeinkommen
Intro

Dieses INTRO führt umfassend in die Debatten um das bedingungslose garantierte Grundeinkommen ein. 
Karl Reitter zeichnet die internatio­nale Geschichte der Debatte nach und stellt die unterschiedlichen Zugänge zur Forderung nach einem Grundeinkommen dar. Neben den unterschiedlichen politischen Motivationen der BefürworterInnen wird auch der Kritik des Konzepts ausreichend Platz eingeräumt. 
Der Autor verknüpft in seiner Begründung die Forderung nach dem Grundeinkommen mit der Analyse der aktuellen Krisen und gesellschaftlichen Umbrüche. Das Grundeinkommen erweist sich vor diesem Hintergrund als wesentliche Bedingung, die kapitalistische Gesellschaft zugunsten eines solidarischen Gemeinwesens zu überschreiten. 
Ein kommentiertes Literaturverzeichnis, ein Überblick über bisherige Versuche, das Grundeinkommen ansatzweise zu realisieren, sowie Informationen über Netzwerke und Organisationen, die für das Grundeinkommen eintreten, komplettieren das Buch. 

 

REITTER, Karl: Prozesse der Befreiung

Marx, Spinoza und die Bedingungen des freien Gemeinwesens
2011 - 493 Seiten - € 39,90, ISBN: 978-3-89691-887-1

Aufbauend auf einer kreativen Neuinterpretation des Marxschen „Kapital“ als auch der „Ethik“ Spinozas entwickelt Karl Reitter die Grundlagen einer substanziellen Theorie der Befreiung. Er zeigt, dass die Philosophie der Befreiung, nicht zu trennen von den Bedingungen eines freien Gemeinwesens, das eigentliche Anliegen von Marx wie Spinoza darstellt. Im Zentrum der Neulektüre stehen der Arbeitsbegriff bei Marx sowie der Begriff des conatus bei Spinoza. Die Rekonstruktion wird vom Autor zu einer umfassenden Theorie des Befreiungsprozesses weitergeführt, der sowohl den Körper als auch den Intellekt des Menschen umfassen muss. Wenn die Produktivkraft der Arbeit (Marx) als auch das Tätigkeitsvermögen des Körpers wie des Geistes (Spinoza) nicht fremdbestimmt, sondern selbstbestimmt und autonom ausgeübt werden kann, dann sind die Bedingungen eines freien Gemeinwesens gegeben. 

 

 

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Key title: Grundrisse (Wien, Online)

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